Kommunalsteuern steigen auf breiter Front – auch in Eschwege

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Hessen/Eschwege. Der Bund der Steuerzahler Hessen teilt mit, dass Eschwege neben Bruchköbel, Griesheim und Riedstadt gleich alle Hebesätze erhöht. In einer Blitzumfrage unter den 61 einwohnerstärksten hessischen Städten hat der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen die Veränderungen bei den kommunalen Steuern abgefragt und ausgewertet. Bedenklich sei, dass die Hälfte der befragten Städte in diesem Jahr ihre Steuern erhöhen. Besonders hart trifft es die Steuerzahler in Eschwege, Bruchköbel, Griesheim und Riedstadt, wo 2012 gleich alle drei Realsteuern angehoben werden.

Acht Städte haben an der Gewerbesteuerschraube gedreht. Idstein erhöhte den Hebesatz mit 55 Punkten am stärksten. Dort werden die Gewerbesteuerpflichtigen jetzt mit 390 Punkten belastet. Erfreulich sei, dass Neu-Isenburg den Hebesatz um 30 Punkte auf nunmehr 320 abgesenkt hat. Mit 460 Punkten verlangt Frankfurt landesweit weiterhin den höchsten Gewerbesteuerhebesatz. Am unteren Ende der hessischen Städte ab 20.000 Einwohner rangieren wie im Vorjahr Bad Soden und Eschborn mit jeweils 280 Punkten.

Gleich 23 der 61 Städte haben bei der Grundsteuer B erhöht. Bezogen auf die Vorjahresumfrage sind es sogar 25, da Flörsheim und Hofheim ihre Hebesätze bereits in den Nachtragshaushalten 2011 aufstockten. Besonders massiv soll der Hebesatz Anfang März in Maintal erhöht werden. Obwohl Maintal bereits jetzt schon 109 Punkte über dem Durchschnittshebesatz der betreffenden Größenklasse liegt, soll der Steuersatz um 300 Punkte auf den hessischen Spitzenwert von 695 katapultiert werden. Aber auch in Bad Homburg, Bad Vilbel, Hofheim und Langen gibt es massive Erhöhungen des Steuersatzes. Die Spannweite bei der Grundsteuer B reicht von 140 Punkten in Eschborn bis zu geplanten 695 Punkten in Maintal.

Zwölf Städte (bzw. 14 mit Nachtrag 2011) erhöhten zudem die Grundsteuer A, die für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen erhoben wird. Die höchste Steigerungsrate mit 105 Punkten musste bereits seit dem Nachtrag 2011 in Hofheim verkraftet werden, wo der Hebesatz auf 310 Punkte festgesetzt wurde. Die höchsten Hebesätze bei der Grundsteuer A werden mit 450 Punkten in Kassel und mit 430 Punkten in Riedstadt verlangt. Dagegen verzichten Langen und Neu-Isenburg völlig auf die Erhebung dieser Steuer.

Wie die Umfrage weiter zeigt, gibt es auch bei den Bagatellsteuern größere Veränderungen. Für Hundebesitzer wird es in elf Städten teurer, für Kampfhunde verlangen zwei Städte mehr als im Vorjahr. Bad Hersfeld hat erstmals eine Kampfhundesteuer eingeführt. Dort müssen für einen Kampfhund jetzt jährlich 600 Euro bezahlt werden. Insgesamt sind es 39 Städte, die neben der Hundesteuer zusätzlich eine Kampfhundesteuer erheben. Der höchste Steuersatz für Kampfhunde ist in Bad Nauheim mit 960 Euro jährlich fällig. Nach wie vor verzichtet nur Eschborn auf die Erhebung einer Hundesteuer.

Als unangemessene steuerliche Zusatzbelastung wertet der Steuerzahlerbund die Steuerpolitik in Darmstadt. So ist in Hessen nur dort die Übernachtung in Hotels und Pensionen steuerpflichtig. Weiterhin wird in Darmstadt wie auch in Bad Nauheim, Groß-Gerau, Kassel und Mörfelden-Walldorf eine Zweitwohnungsteuer erhoben. Neuerdings müssen auch Zweitwohnungsbesitzer in Hofheim und Riedstadt pro Jahr rund eine Monatsmiete zusätzlich an die Stadt entrichten.

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Über Mathias Simon

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3 Kommentare

  1. Typisch für Eschweges Kämmerer,immer die Eschweger Bürger mit den höchsten Steuersätzen in Hessen zu belasten,aber die nächste Wahl kommt.Viel Spass,mal sehen was dann passiert.

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  2. Auch ein Herr Feiertag und Brill (Sozies) brauchen ein Denkmal!
    Wenn sie sonst nichts können, das können sie sich auf Steuerzahlerskosten leisten.

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  3. Die Stadt leistet sich den Luxus, einen Markplatz umzubauen, der keinerlei bauliche Mängel hat. Das Gleiche gilt für den Schloßplatz. Der Kämmerer braucht dafür Geld und greift den Bürgern durch Steuererhöhungen in die Tasche. Es ist ein Skandal, daß Eschwege inzwischen die Stadt mit den höchsten Steuersätzen in Hessen ist.

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