Hier der komplette Bericht zur Sitzung des Ausschusses für Kreis- und Regionalentwicklung

Siegrried Rauer und Frank Richter standen dem Ausschuss des Kreistages Rede und Antwort: Foto: Archiv
Werra-Meißner. In seiner letzten Sitzung befasste sich der Ausschuss für Kreis- und Regionalentwicklung mit dem Bereitbandausbau im Werra-Meißner-Kreis. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner-Kreis, Siegfried Rauer, berichtete rückblickend über den Verlauf des Netzausbaus im Werra-Meißner-Kreis und verwies darauf, dass es mit dem Kooperationspartner Mega Access auch im Zuge der Insolvenz dieser Firma Verzögerungen und Probleme gegeben habe, die verständlicherweise bei den betroffenen Nutzern Unmut ausgelöst hätten. Mit dem neuen Kooperationspartner Netcom Kassel werde nun der begonnene Netzausbau über Funktechnik mit großer Kompetenz und zu höheren Qualitätsstandards fortgeführt.
Frank Richter, Geschäftsführer der Netcom Kassel verwies darauf, dass sie mit großer Intensität erhebliche Mängel im erfolgten Netzausbau beheben mussten. Sie seien bemüht, zügig den Netzausbau zu Ende zu bringen. Den Weg, den der Werra-Meißner-Kreis beschritten habe, sei „Bahn brechend für Hessen“ gewesen, zumal in einem solchen Vorhaben „investive und technische Risiken“ liegen würden.
Als Kooperationspartner komme es der Netcom darauf an, auf hohem Qualitätsniveau die Kunden zu versorgen. Man werde Kundenwerbung erst durchführen, wenn die technischen Voraussetzungen im jeweiligen Ort für eine einwandfreie Nutzung durch Kunden gesichert seien. Dies benötige seine Zeit, wie es beim Ausbau jeder anderen Infrastrukturmaßnahme auch der Fall sei. Richter sicherte im Ausschuss zu, den Ausbau in den nächsten zwei Jahren abgeschlossen zu haben.
Ein solcher Netzausbau kann als Zwischenschritt im digitalen Infrastrukturausbau gesehen werden. Es gehe letztlich darum, dass die ländlichen Räume sich in der digitalen Infrastruktur nicht abhängen lassen. „Keine digitale Spaltung zwischen Stadt und Land“, so als Gastreferent Jürgen Walther, der Geschäftsführer der Odenwald-Regionalgesellschaft (OREG). Walther berichtete über den Ausbau des Breitbandnetzes mittels Glasfaserverbindung im Odenwaldkreis. Im Odenwaldkreis seien 330 km Glasfaserkabel verlegt worden.
Er hob hervor, dass mit der Glasfaserverbindung die Datenübertragung sich um ein Vielfaches beschleunigen lasse. Diese neuen Hochleistungsnetze sind für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Räume eine unabdingbare Voraussetzung.
Der Ausbau des Hochleistungsnetzes im Odenwaldkreis habe insofern Modellcharakter, als die Umsetzungsabläufe des Netzausbaues strukturell auf eine ländliche Region wie den Werra-Meißner-Kreis zu übertragen seien. Es komme darauf an, neben formalen rechtlichen Prüfungen in enger Kooperation mit den Städten und Gemeinden einen gemeinsamen Ausbau unter Beteiligung kompetenter Partner auf den Weg zu bringen. Hierbei sei es ganz wichtig, so Jürgen Walther, die Bürger als zukünftige Kunden bzw. als jeweilig Betroffene in die unterschiedlichen Phasen der Realisierung eines solchen Vorhabens einzubeziehen. Um einen solchen Ausbau voran zu bringen, sollte auch nach Möglichkeiten gesucht werden, die eine kommunale Beteiligung und Mitsprache eröffnen.
Im Zusammenhang des Modellprojektes des Odenwaldkreises berichtete Oliver Brunkow, Projektbeauftragter bei der WFG Werra-Meißner-Kreis, über die Aufarbeitung des Ausbaus von Hochleistungsnetzen (NGA: New Generation Access) auf nordhessischer Ebene.
Das Projekt „NGA Cluster“ Nordhessen, im Arbeitsfeld des Regionalmanagements Nordhessen, wird unter Beteiligung der Landkreise, der Stadt Kassel und der nordhessischen Wirtschaft durchgeführt. Über eine Bestandsaufnahme der Infrastruktur und der Versorger, eine Entwicklung eines technischen Grobkonzeptes für die Netze und Ermittlung von Investitionskosten sollen Geschäftsmodelle und Handlungsempfehlungen bis zum 30.06.2012 erstellt und in Form einer Studie veröffentlicht werden. Somit ist der gesamte Ausbau des Breitbandnetzes des Werra-Meißner-Kreises in den zukünftigen nordhessischen Entwicklungsprozess eingebettet.
„Wir werden, wenn wir die Entwicklungen auf dem Felde digitaler Infrastruktur sehen, politische Entscheidungen treffen müssen, wie wir im Werra-Meißner-Kreis auch im Blick auf die Konkurrenzfähigkeit unserer heimischen Wirtschaft digitale Infrastruktur optimieren. Mit dem begonnenen Weg des Netzausbaus erreichen wir nur einen Zwischenschritt. Ich denke in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, der Wirtschaft und den Bürgern/Innen sind wir gut beraten, uns den Herausforderungen neuer Entwicklungen zustellen“, so Dr. Wolfgang Kistner, Vorsitzender des Ausschusses für Kreis- und Regionalentwicklung.
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05/02/2012 um 17:00
in zeiten wo lte vor der tuer steht braucht sich niemand mehr gedanken ueber breitband machen
05/02/2012 um 18:42
gerade deshalb muss sich ja die gesamte Seilschaft noch schnell gegenseitig die Kippen mit “Breitband” vollmachen. Wenn das dann pünktlich mit Fertigstellung bereits Jahre veraltet ist, geht die Taschenfüllerei mit neuer Technik übergangslos weiter.
06/02/2012 um 09:39
Sollen die Leute doch in die Stadt ziehen. Hier gibt es schnelles Internet und der Weg zu den Geschäften ist auch nicht weit.
04/02/2012 um 11:43
Die WFG schein nur aus Schläfern zu bestehen. Es gibt viele Angebote – hier ist eins:
Sat Internet Services: 100 Kommunen für kostenlose Breitband-Tests gesucht
Null Euro für hundert Prozent Breitband: Sat Internet Services, Spezialist für leistungsfähige Internetzugangssysteme via Satellit, und das Kommunalleasing Magazin starten eine nach eigenen Angaben europaweit einmalige Breitbandinitiative, um die Versorgungsengpässe mit schnellem Internet in DSL un- und unterversorgten Regionen zu beenden. Gesucht werden bundesweit 100 Kommunen, die kostenlos an einem öffentlich zugänglichen Ort für sechs Monate eine kostenlose Demoanlage für den schnellen Breitbandzugang betreiben, ihren Bürgern vorführen und auch selbst nutzen wollen. „Die Breitbandversorgung der Kommunen bleibt auch 2012 ein Dauerthema“, erklärt Peter Baranec, Chefredakteur des Kommunalleasing Magazins.
04/02/2012 um 11:44
„ Rund eine halbe Millionen Haushalte haben immer noch keinen Zugang zu Minimalbreitband mit 1 MBit/s. Weitere 6,6 Millionen kriechen auf dem Internetstandstreifen mit maximal 2 MBit/s. Das bedeutet für die Kommunen nicht nur einen aktuellen Standortnachteil, sondern verhindert dauerhaft die Entwicklung ganzer Regionen. Unser Projekt soll zeigen, wie schnelles Internet ohne nervenaufreibende Verhandlungen mit zurückhaltenden Technologieanbietern einfach und kostengünstig in schlecht oder gar nicht versorgte Kommunen gebracht werden kann.“ Sat Internet Services stellt hierzu das Internetzugangssystem Tooway bereit.
04/02/2012 um 11:46
Zudem bieten wir interessante Fördermöglichkeiten bei der späteren Nutzung von Tooway an.“ Tooway basiert auf dem neuen Breitbandsatelliten KA-SAT von Eutelsat. Die Tooway Hardware besteht aus einer kleinen Satellitenantenne und einem Modem für den Ethernet-Anschluss an den PC oder das Heimnetz. Auf Wunsch kann der Nutzer die Anlage selbst installieren, einrichten und ans Internet anschließen oder dies einem zertifizierten Fachmann überlassen. Je nach Anbieter ermöglicht Tooway auch Telefonie sowie den direkten Empfang von TV-Programmen in digitaler SD- und HD-Qualität.
06/02/2012 um 12:30
Haben Sie sich schon mal die Preise angesehen? Unverschämt teuer….
17/01/2012 um 09:00
Ja glaubt denn noch jemand Rauer, Brunkow, Richter und Konsorten? Es ist Zeit zu veröffentlichen, welche Gelder bis jetzt in den Sand gesetzt worden sind!
19/01/2012 um 10:19
Gelder in den Sand gesetzt hat man nur in Zeiten der Mega und wfg. Netcom glaube ich arbeitet aus eigener Tasche. Ruhiiiiig bleiben. Das wird schon