
Die Macher der Online-Ausbildungsoffensive im heimischen Handwerk: (v.li.) Andreas Althen, Stefan Fross und Jürgen Germroth. Foto: Winter
Werra-Meißner. „Wir holen die jungen Leute da ab, wo sie zu Hause sind“, sagen VR-Bank-Vorstand Stefan Fross und Jürgen Germroth, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und meinen damit das Internet. Gemeinsam mit Andreas Althen von den Beruflichen Schulen Eschwege stellten sie das neue Onlineportal „tooldu.de“ vor.
tooldu.de ist ein Online-Berwerbungsportal für junge Menschen, die einen handwerklichen Ausbildungsplatz im Werra-Meißner-Kreis suchen.
Alles aus einer Hand und auf einen Blick bietet das neue Portal. Denn Ziel ist es, sämtliche Lehr- und Praktikumsplätze, die die heimischen Handwerker im Kreis anbieten, gebündelt auf der Seite darzustellen. „Bisher sind Stellenangebote von 23 Unternehmen online – viele Betriebe überlegen sich erst in den kommenden Wochen, ob und wieviele Auszubildende sie einstellen wollen, so dass noch mit hoffentlich vielen weiteren Anmeldungen der Betriebe zu rechnen ist“, so Jürgen Germroth.
Für die ausbildungsplatzsuchenden Jugendlichen funktionert das neue Portal ganz einfach: Sie können sich auf der Internetseite die zahlreichen freien Stellen im Kreis ansehen und sich sofort online bewerben. „Den handgeschriebenen Lebenslauf gibt’s doch fast gar nicht mehr“, sagt Stefan Fross.
Der Ausbildungsplatzsuchende kann für seine Bewerbung sogar aus unterschiedlichen Layout-Möglichkeiten auswählen – oder sein ganz persönliches Layout selbst kreieren.
„Das Instrument der jungen Menschen ist das Internet, darauf wollten wir reagieren, denn auch das Handwerk ist modern und geht mit der Zeit“, so Germroth.
Glücklich sind er und Fross darüber, mit den Beruflichen Schulen Eschwege einen weiteren Partner für das neue Onlineportal gefunden zu haben.
Die hatte fast zeitgleich mit der Initiative von VR-Bank und Kreishandwerkerschaft eine eigene Ausbildungsplatz-Börse auf ihrer Internetseite eingerichtet. Jetzt geht’s von www.bs-eschwege.de mit einem Klick auf das tooldu.de-Banner direkt zum neuen Onlineportal für den gesamten Kreis. „Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, denn wir wollen alle Dasselbe: Unsere Jugendlichen im Kreis halten“, sagt Andreas Althen.
Um die Kooperation der VR-Bank Werra-Meißner und der Kreishandwerkerschaft auf noch breitete Säulen zu stellen, sollen alle Schulen im Kreis über das neue Internetangebot informiert werden.
Dabei sein können übrigens alle Handwerksbetriebe aus dem Kreis: „Auch die, die nicht der Kreishandwerkerschaft angeschlossen sind und damit kein Anschreiben erhalten haben, können sich gerne auf unserer Internetseite oder der der VR-Bank den Meldebogen für offene Ausbildungsplätze herunterladen“, hofft Jürgen Germroth auf reges Interesse bei allen Handwerksunternehmen im Kreis.
EXTRA INFO
Zugangscode
tooldu.de baut auf dem von der VR-Networld GmbH entwickelten Online-Bewerbungsmanagementtool auf und ist speziell für offene Lehrstellen im regionalen Handwerk konzipiert. Um ein vollständiges Bewerbungsprofil mit Lebenslauf, Zeugniskopien und Praktikumsbescheinigungen anlegen zu können, brauchen interessierte Jugendlich eine Zugangscode. Die Karten mit den für das Bewerbungsportal notwendigen Zugangscodes liegen ab sofort in allen Geschäftsstellen der VR-Bank Werra-Meißner und der Kreishandwerkerschaft aus.
Zwischenruf von LARS WINTER
Der Anfang ist gemacht
Mit dem neuen Onlineportal bewegen sich VR-Bank und Kreishandwerkerschaft in genau die richtige Richtung. Man darf nicht auf die Jugendlichen warten, sondern muss sich um sie bemühen, wenn man sie im Kreis halten will. Und wo geht das besser als im Internet!
Wichtig wird sein, neben der bereits bestehenden Kooperation mit den Beruflichen Schulen Eschwege weitere Schulen aus dem Kreis ins Bott zu holen. Denn an unseren Schulen tummeln sich die Jugendlichen, die man erreichen will und muss.
Genauso wichtig ist es aber, dass sich möglichst viele Handwerksbetriebe beteiligen und ihre offenen Stellen auf tooldu.de platzieren.
Nur dann kann das neue Portal auch erfolgreich werden und den Jugendlichen ein breites Spektrum an Ausbildungsstellen bieten. Der Anfang mit 23 Unternehmen ist gemacht. Handwerk hat goldenen Boden, sagt ein Sprichwort. Jetzt hat das heimische Handwerk auch eine digitale Basis.

